Information zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten gem. § 17 DSG-EKD in der Familienbildungsstätte für Bewerber:innen

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. In dieser Datenschutzinformation möchten wir Sie darüber informieren, welche Daten wir erheben, wie wir diese verarbeiten und welche Rechte Sie in Bezug auf Ihre Daten haben. Unsere Datenverarbeitung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des EKD-Datenschutzgesetzes (DSG-EKD) und anderen relevanten Datenschutzvorschriften.

Verantwortliche Stelle

Verantwortlich für die Datenverarbeitung im Sinne des Datenschutzgesetzes ist:

FABI – Ev. Familien-Bildungsstätte
Fritzenwiese 9
29221 Celle
Tel. 05141 9090365
Tel. 05141 9090369
E-Mail

Datenschutzbeauftragte

Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten

Im Rahmen Ihrer Bewerbung bei der Familienbildungsstätte erheben und verarbeiten wir die folgenden personenbezogenen Daten:

  • Stammdaten: Anrede, Titel, Vorname, Nachname, ggf. Geburtsname und Geburtsort
  • Kontaktdaten: Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Mobilnummer
  • Bewerbungsunterlagen: Anschreiben, Lebenslauf, ggf. Bewerbungsfoto, Zeugnisse, Qualifikationsnachweise
  • Weitere von Ihnen mitgeteilte Informationen: z. B. Angaben zur beruflichen Laufbahn, Fähigkeiten, Interessen oder Motivation
  • Unterschrift: sofern in den Unterlagen enthalten
  • Ggf. besondere Kategorien personenbezogener Daten: z. B. Angaben zur ethnischen Herkunft, religiösen Überzeugung, Gesundheitsdaten oder Schwerbehinderung – sofern freiwillig mitgeteilt oder für die Bewerbung relevant

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich zum Zweck der Durchführung des Bewerbungsverfahrens und unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen, insbesondere des DSG-EKD. Besondere Kategorien personenbezogener Daten werden nur verarbeitet, wenn sie für die Bewerbung erforderlich sind oder Sie ausdrücklich eingewilligt haben.

Rechtsgrundlage und Zwecke der Verarbeitung

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf Grundlage des EKD-Datenschutzgesetzes (DSG-EKD) sowie anderer spezialgesetzlicher Grundlagen. Insbesondere § 6 DSG-EKD regelt die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten.

  1. § 6 Nr. 1 DSG-EKD: Erlaubnis durch Rechtsvorschrift
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn eine Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet. Dies bedeutet, dass kirchliche Einrichtungen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen, wenn dies durch gesetzliche Bestimmungen vorgeschrieben ist. Beispiele hierfür sind die Kirchenbuchordnung oder andere kirchliche Regelungen, die die Verarbeitung bestimmter Daten vorschreiben.
  2. § 6 Nr. 2 DSG-EKD: Einwilligung der betroffenen Person
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn die betroffene Person ihre Einwilligung zu der Verarbeitung für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben hat. Die Einwilligung muss freiwillig, informiert und eindeutig sein. Die betroffene Person hat das Recht, ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.
  3. § 6 Nr. 3 DSG-EKD: Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle erforderlich ist. Dies umfasst auch die Ausübung kirchlicher Aufsicht. Beispiele hierfür sind die Verwaltung von Gemeindemitgliedern oder die Durchführung kirchlicher Veranstaltungen.
  4. § 6 Nr. 4 DSG-EKD: Wahrung berechtigter Interessen
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Wahrung der berechtigten Interessen der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten erforderlich ist, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person überwiegen. Ein Beispiel hierfür wäre die Verarbeitung von Daten zur Verbesserung der Sicherheit innerhalb der kirchlichen Einrichtung.
  5. § 6 Nr. 5 DSG-EKD: Erfüllung eines Vertrages
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung eines Vertrages, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Verarbeitung von Daten im Rahmen eines Mietvertrages oder eines Arbeitsvertrages.
  6. § 6 Nr. 6 DSG-EKD: Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist. Dies bedeutet, dass kirchliche Einrichtungen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen, wenn dies notwendig ist, um gesetzlichen Anforderungen nachzukommen. Beispiele dafür sind steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten oder Meldepflichten gegenüber staatlichen Behörden.
  7. § 6 Nr. 7 DSG-EKD: Schutz lebenswichtiger Interessen
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn Sie erforderlich ist, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen.

Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen auch die Verarbeitung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten möglich.

  1. § 13 Abs. 2 Nr. 1 DSG-EKD:
    Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (bspw. Gesundheitsdaten) ist zulässig, wenn die betroffene Person für einen oder mehrere festgelegte Zwecke eine Einwilligung erteilt hat.
  2. § 13 Abs. 2 Nr. 2 DSG-EKD:
    Die Verarbeitung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten (bspw. Gesundheitsdaten) ist rechtmäßig, wenn die Verarbeitung erforderlich ist, damit die verantwortliche Stelle oder die betroffene Person die ihr aus dem kirchlichen Arbeitsrecht erwachsenen Rechte ausüben und ihren diesbezüglichen Pflichten nachkommen kann.

Für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Mitarbeiter:innen bildet der § 49 DSG-EKD die gesetzliche Grundlage.

  1. § 49 Abs. 1 DSG-EKD:
    Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist zur Begründung, Durchführung oder Abwicklung des Beschäftigungsverhältnisses oder zur Durchführung organisatorischer, personeller und sozialer Maßnahmen, insbesondere auch für Zwecke der Personalplanung und des Personaleinsatzes erforderlich, oder eine Rechtsvorschrift, ein Tarifvertrag oder eine Dienstvereinbarung sieht dies vor.

Die Verarbeitung der genannten personenbezogenen Daten erfolgt zu den folgenden Zwecken:

  • Kontaktaufnahme im Rahmen des Bewerbungsprozesses (gem. §§ 49 Abs. 1, 6 Nr. 2, 6 Nr. 3, 6 Nr. 5, 13 Abs. 2 Nr. 1 DSG-EKD),
  • Prüfung Ihrer Eignung für die ausgeschriebene Stelle (gem. §§ 49 Abs. 1, 6 Nr. 2, 6 Nr. 3, 6 Nr. 5, 13 Abs. 2 Nr. 1 DSG-EKD),
  • Durchführung des Bewerbungsverfahrens (gem. §§ 49 Abs. 1, 6 Nr. 2, 6 Nr. 3, 6 Nr. 5, 13 Abs. 2 Nr. 1 DSG-EKD),
  • Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen (gem. § 6 Nr. 6 DSG-EKD).

Empfänger der personenbezogenen Daten

Ihre personenbezogenen Daten werden innerhalb der Familienbildungsstätte ausschließlich an diejenigen Mitarbeitenden weitergegeben, die mit der Durchführung des Bewerbungsverfahrens betraut sind und diese Daten zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Darüber hinaus können personenbezogene Daten an kirchliche Stellen oder externe Dienstleister weitergegeben werden, sofern diese im Rahmen einer Auftragsverarbeitung gemäß § 30 DSG-EKD tätig sind (z. B. IT-Dienstleister oder Personalverwaltungsdienste).

Eine Weitergabe an Dritte außerhalb des kirchlichen Bereichs erfolgt nur, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder Sie ausdrücklich eingewilligt haben.

Dauer der Speicherung

Ihre personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Bewerbungsverfahrens gespeichert. Nach Abschluss des Verfahrens werden die Daten für maximal sechs weitere Monate aufbewahrt, um etwaige Anschlussfragen oder rechtliche Ansprüche (z. B. nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz) bearbeiten zu können. Eine darüber hinausgehende Speicherung erfolgt nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung.

Sollte Ihre Bewerbung erfolgreich sein, werden die im Bewerbungsverfahren erhobenen Daten selektiert in Ihre Personalakte übernommen und dort gemäß den gesetzlichen und kirchlichen Vorgaben weiterverarbeitet.

Rechte der betroffenen Personen

Sie haben das Recht:

  • auf Auskunft über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gem. (§ 19 DSG-EKD) bitte beachten Sie, dass in bestimmten Fällen das Recht auf Auskunft eingeschränkt oder ausgeschlossen sein kann (§ 19 Abs. 3, 7 DSG-EKD),
  • auf Berichtigung unrichtiger Daten (§ 20 DSG-EKD),
  • auf Löschung Ihrer Daten, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen (§ 21 DSG-EKD),
  • auf Einschränkung der Verarbeitung (§ 22 DSG-EKD),
  • auf Datenübertragbarkeit (§ 24 DSG-EKD),
  • auf Widerspruch gegen die Verarbeitung (§ 25 DSG-EKD),
  • nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt (§ 25a DSG-EKD).

Widerruf der Einwilligung

Sie können Ihre Einwilligung zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Der Widerruf berührt die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung jedoch nicht.

Beschwerderecht

Sie haben das Recht sich bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gegen das Datenschutzrecht verstößt.

Die für uns zuständige Behörde ist:

Der Beauftragte für den Datenschutz der EKD
Lange Laube 20
30159 Hannover
Tel. 0511 768128-0
Fax 0511 768128-20
E-Mail 

Erforderlichkeit der Bereitstellung der personenbezogenen Daten und mögliche Folgen der Nichtbereitstellung

Profiling bezeichnet die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten mit dem Ziel, bestimmte persönliche Merkmale einer Person zu bewerten – etwa Interessen, Verhalten oder Vorlieben. Solche Verfahren dienen häufig dazu, Vorhersagen zu treffen oder Entscheidungen zu unterstützen, die auf diesen Bewertungen basieren.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass in unserer Familienbildungsstätte keine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling stattfindet. Alle Entscheidungen, die Ihre personenbezogenen Daten betreffen, werden ausschließlich durch unsere Mitarbeitenden manuell getroffen. So stellen wir sicher, dass Ihre individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt werden.

Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling

Profiling bezeichnet die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, um bestimmte persönliche Aspekte einer Person zu bewerten. Dies umfasst die Analyse von Vorlieben, Interessen, Verhalten oder anderen Merkmalen, um Vorhersagen zu treffen oder Entscheidungen zu unterstützen, die auf diesen Bewertungen basieren.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass in unserer Familienbildungsstätte keine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling stattfindet. Sämtliche Entscheidungen, die Ihre personenbezogenen Daten betreffen, werden von unseren Mitarbeitern manuell getroffen. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre individuellen Umstände und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt werden.

Für Fragen zum Datenschutz steht Ihnen unsere Datenschutzbeauftragte jederzeit gerne zur Verfügung.

Stand: 10-2025