Information zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten gem. § 17 DSG-EKD in der Familienbildungsstätte
Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. In dieser Datenschutzinformation möchten wir Sie darüber informieren, welche Daten wir erheben, wie wir diese verarbeiten und welche Rechte Sie in Bezug auf Ihre Daten haben. Unsere Datenverarbeitung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des EKD-Datenschutzgesetzes (DSG-EKD) und anderen relevanten Datenschutzvorschriften.
Verantwortliche Stelle
Verantwortlich für die Datenverarbeitung im Sinne des Datenschutzgesetzes ist:
FABI – Ev. Familien-Bildungsstätte
Fritzenwiese 9
29221 Celle
Tel. 05141 9090365
Tel. 05141 9090369
E-Mail
Datenschutzbeauftragte
Als Datenschutzbeauftragte bestellt, ist:
Agentur für Datenschutz
Karoline Tancredi
Am Urnenfeld 11
29339 Wathlingen
Tel. 0176 87858879
E-Mail
Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten
Im Rahmen der Arbeit der Familienbildungsstätte werden personenbezogene Daten verarbeitet, um die Bildungsangebote sowie organisatorische Abläufe sachgerecht durchführen zu können. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und dient der Erfüllung der Aufgaben der Einrichtung. Dabei handelt es sich insbesondere um folgende Datenarten:
- Kontaktdaten: Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Teilnehmenden, Mitarbeitenden und Kooperationspartner:innen.
- Anmeldedaten: Informationen zur Teilnahme an Kursen, Veranstaltungen oder Beratungsangeboten.
- Abrechnungs- und Zahlungsdaten: Daten, die für die Verwaltung von Teilnahmegebühren und Fördermitteln erforderlich sind.
- Pädagogisch relevante Informationen: Angaben, die im Rahmen der Betreuung, Beratung oder Kursdurchführung notwendig sind (z. B. Alter der Kinder, besondere Bedürfnisse).
- Kommunikationsdaten: Inhalte aus Rückmeldungen, Anfragen oder Gesprächen, die zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Angebote genutzt werden.
- Geburtsdaten und Familienstand: z. B. zur Kursplanung oder für zielgruppenspezifische Angebote.
- Bildungs- und Berufsbiografien: z. B. bei Fortbildungen oder Qualifizierungsmaßnahmen.
- Bankverbindungen: z. B. für Rückerstattungen oder SEPA-Lastschriftverfahren.
Besondere Kategorien personenbezogener Daten (§ 4 Nr. 2 DSG-EKD)
In bestimmten Fällen können auch besonders schützenswerte Daten verarbeitet werden, z. B.:
- Gesundheitsdaten: z. B. Allergien, chronische Erkrankungen oder Behinderungen – relevant bei Kursen mit Kindern oder Bewegungsangeboten.
- Religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen: z. B. bei Angeboten mit konfessionellem Bezug.
Die Verarbeitung dieser besonderen Daten erfolgt nur, wenn sie für die Durchführung der Angebote erforderlich ist und eine entsprechende Rechtsgrundlage oder Einwilligung vorliegt. Dabei werden erhöhte Schutzmaßnahmen getroffen, um die Vertraulichkeit und Sicherheit der Daten zu gewährleisten.
Rechtsgrundlage und Zwecke der Verarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten in Familienbildungsstätte erfolgt auf Grundlage des EKD-Datenschutzgesetzes (DSG-EKD). Insbesondere § 6 DSG-EKD regelt die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten.
- § 6 Nr. 1 DSG-EKD: Erlaubnis durch Rechtsvorschrift
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn eine Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet. Dies bedeutet, dass kirchliche Einrichtungen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen, wenn dies durch gesetzliche Bestimmungen vorgeschrieben ist. Beispiele hierfür sind die Kirchenbuchordnung oder andere kirchliche Regelungen, die die Verarbeitung bestimmter Daten vorschreiben. - § 6 Nr. 2 DSG-EKD: Einwilligung der betroffenen Person
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn die betroffene Person ihre Einwilligung zu der Verarbeitung für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben hat. Die Einwilligung muss freiwillig, informiert und eindeutig sein. Die betroffene Person hat das Recht, ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen. - § 6 Nr. 3 DSG-EKD: Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle erforderlich ist. Dies umfasst auch die Ausübung kirchlicher Aufsicht. Beispiele hierfür sind die Verwaltung von Gemeindemitgliedern oder die Durchführung kirchlicher Veranstaltungen. - § 6 Nr. 4 DSG-EKD: Wahrung berechtigter Interessen
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Wahrung der berechtigten Interessen der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten erforderlich ist, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person überwiegen. Ein Beispiel hierfür wäre die Verarbeitung von Daten zur Verbesserung der Sicherheit innerhalb der kirchlichen Einrichtung. - § 6 Nr. 5 DSG-EKD: Erfüllung eines Vertrages
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung eines Vertrages, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Verarbeitung von Daten im Rahmen eines Mietvertrages oder eines Arbeitsvertrages. - § 6 Nr. 6 DSG-EKD: Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist. Dies bedeutet, dass kirchliche Einrichtungen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen, wenn dies notwendig ist, um gesetzlichen Anforderungen nachzukommen. Beispiele dafür sind steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten oder Meldepflichten gegenüber staatlichen Behörden. - § 6 Nr. 7 DSG-EKD: Schutz lebenswichtiger Interessen
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist zulässig, wenn Sie erforderlich ist, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen.
Darüber hinaus ist in bestimmten Fällen auch die Verarbeitung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten möglich.
- § 13 Abs. 2 Nr. 1 DSG-EKD:
Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (bspw. Gesundheitsdaten) ist zulässig, wenn die betroffene Person für einen oder mehrere festgelegte Zwecke eine Einwilligung erteilt hat. - § 13 Abs. 2 Nr. 2 DSG-EKD:
Die Verarbeitung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten (bspw. Gesundheitsdaten) ist rechtmäßig, wenn die Verarbeitung erforderlich ist, damit die verantwortliche Stelle oder die betroffene Person die ihr aus dem kirchlichen Arbeitsrecht erwachsenen Rechte ausüben und ihren diesbezüglichen Pflichten nachkommen kann.
Die Verarbeitung der genannten personenbezogenen Daten erfolgt zu den folgenden Zwecken:
- Organisation und Verwaltung
Zur Planung und Durchführung von Kursen, Veranstaltungen und Beratungsangeboten, einschließlich der Teilnehmendenverwaltung, Versendung von Informationen und Füh-rung von Anwesenheitslisten. (gem. § 6 Nr. 3 DSG-EKD) - Dokumentation und Qualitätssicherung
Zur Erstellung von Kursunterlagen, Teilnahmebescheinigungen, Evaluationsberichten und ggf. pädagogischen Dokumentationen, die personenbezogene Daten enthalten können. (gem. § 6 Nr. 1 und Nr. 6 DSG-EKD) - Kommunikation
Zur Kontaktaufnahme mit Teilnehmenden, Mitarbeitenden und Kooperations-partner:innen sowie zur Information über Angebote und organisatorische Abläufe. (gem. § 6 Nr. 2 DSG-EKD) - Rechts- und Regelkonformität
Zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (z. B. Förderbedingungen, Aufbewahrungspflich-ten) und interner Richtlinien der Einrichtung. (gem. § 6 Nr. 6 DSG-EKD) - Fördermittelverwaltung und Abrechnung
Zur Bearbeitung von Zahlungsdaten, Förderanträgen und Verwendungsnachweisen ge-genüber öffentlichen oder kirchlichen Stellen. (gem. § 6 Nr. 5 DSG-EKD) - Besondere Schutzbedarfe
Bei Bedarf zur Berücksichtigung gesundheitlicher Einschränkungen, religiöser Bedürf-nisse oder sozialer Unterstützungsbedarfe im Rahmen der Angebotsgestaltung.(gem. § 13 DSG-EKD – Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten)
Empfänger der personenbezogenen Daten
Der Begriff des „Empfängers“ ist in § 4 Nr. 11 DSG-EKD legaldefiniert. Als Empfänger gilt jede natürliche oder juristische Person, kirchliche oder sonstige Stelle, der personenbezogene Daten offengelegt werden – unabhängig davon, ob es sich um einen Dritten handelt oder nicht.
Im Rahmen der Arbeit der Familienbildungsstätte können personenbezogene Daten an folgende Empfänger weitergegeben werden:
- Mitarbeitende der Familienbildungsstätte
Personen, die mit der Organisation, Durchführung und Verwaltung von Kursen, Veranstaltungen und Beratungsangeboten betraut sind. - Verwaltungsstellen und kirchliche Träger
Interne Abteilungen oder kirchliche Einrichtungen, die mit der Abrechnung, Fördermittelverwaltung oder Qualitätssicherung befasst sind. - Externe Dienstleister
Unternehmen oder Einzelpersonen, die im Auftrag der Familienbildungsstätte technische, organisatorische oder pädagogische Dienstleistungen erbringen (z. B. IT-Dienstleister, Kursleitungen, Referent:innen). - Öffentliche Stellen
Behörden oder andere öffentliche Institutionen, sofern eine gesetzliche Verpflichtung zur Datenweitergabe besteht (z. B. im Rahmen von Förderprogrammen oder Prüfverfahren). - Fördermittelgeber und Projektpartner
Institutionen, die finanzielle Unterstützung leisten oder mit der Familienbildungsstätte kooperieren, sofern dies zur Abwicklung gemeinsamer Projekte erforderlich ist.
Dauer der Speicherung
Die Dauer der Speicherung personenbezogener Daten richtet sich nach verschiedenen Faktoren, einschließlich gesetzlicher Vorgaben und dem Zweck der Datenverarbeitung. Grundsätzlich müssen Daten so lange gespeichert werden, wie es gesetzliche Vorschriften, beispielsweise steuerliche oder arbeitsrechtliche Bestimmungen, erfordern. Diese Fristen können je nach Art der Daten variieren. Darüber hinaus werden Daten nur so lange aufbewahrt, wie es für den ursprünglichen Zweck der Erhebung notwendig ist. Sobald der Zweck entfällt, müssen die Daten gelöscht oder anonymisiert werden. Zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben können interne Richtlinien der Familienbildungsstätte spezifische Aufbewahrungsfristen festlegen.
Rechte der betroffenen Personen
Sie haben das Recht:
- auf Auskunft über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gem. (§ 19 DSG-EKD) bitte beachten Sie, dass in bestimmten Fällen das Recht auf Auskunft eingeschränkt oder ausgeschlossen sein kann (§ 19 Abs. 3, 7 DSG-EKD),
- auf Berichtigung unrichtiger Daten (§ 20 DSG-EKD),
- auf Löschung Ihrer Daten, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen (§ 21 DSG-EKD),
- auf Einschränkung der Verarbeitung (§ 22 DSG-EKD),
- auf Datenübertragbarkeit (§ 24 DSG-EKD),
- auf Widerspruch gegen die Verarbeitung (§ 25 DSG-EKD),
- nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt (§ 25a DSG-EKD).
Widerruf der Einwilligung
Sie können Ihre Einwilligung zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Der Widerruf berührt die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung jedoch nicht.
Beschwerderecht
Sie haben das Recht sich bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gegen das Datenschutzrecht verstößt.
Die für uns zuständige Behörde ist:
Der Beauftragte für den Datenschutz der EKD
Lange Laube 20
30159 Hannover
Tel. 0511 768128-0
Fax 0511 768128-20
E-Mail
Erforderlichkeit der Bereitstellung der personenbezogenen Daten und mögliche Folgen der Nichtbereitstellung
Die Bereitstellung Ihrer personenbezogenen Daten ist erforderlich, um die Angebote und Aufgaben der Familienbildungsstätte sachgerecht planen, durchführen und verwalten zu können. Dazu zählen insbesondere die Teilnahme an Kursen, Veranstaltungen und Beratungsangeboten sowie die Kommunikation und Abrechnung.
Ohne diese Daten ist die Familienbildungsstätte in der Regel nicht in der Lage, die gewünschten Leistungen oder Unterstützungsangebote zu erbringen.
Sollten Sie die erforderlichen personenbezogenen Daten nicht bereitstellen, kann dies zur Folge haben, dass:
- Sie nicht an bestimmten Angeboten teilnehmen können.
- Eine ordnungsgemäße Organisation und Durchführung der Veranstaltungen nicht möglich ist.
- Fördermittel nicht beantragt oder abgerechnet werden können.
- Der Kontakt zu Ihnen nicht aufrechterhalten werden kann.
Wir bitten Sie daher, die notwendigen Daten vollständig und korrekt bereitzustellen, damit wir Ihnen ein verlässliches und qualitätsgesichertes Angebot machen können.
Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling
Profiling bezeichnet die automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, um bestimmte persönliche Aspekte einer Person zu bewerten. Dies umfasst die Analyse von Vorlieben, Interessen, Verhalten oder anderen Merkmalen, um Vorhersagen zu treffen oder Entscheidungen zu unterstützen, die auf diesen Bewertungen basieren.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass in unserer Familienbildungsstätte keine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling stattfindet. Sämtliche Entscheidungen, die Ihre personenbezogenen Daten betreffen, werden von unseren Mitarbeitern manuell getroffen. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre individuellen Umstände und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt werden.
Für Fragen rund um den Datenschutz steht Ihnen unsere Datenschutzbeauftragte jederzeit gerne zur Verfügung.
Stand: 10-2025